Philosophie

Meine Philosophie:

Ich werde immer wieder gefragt: „warum ist Deine Praxis, dort draußen im kleinen Ehrenberg, so gut ausgelastet?“
Anfangs konnte ich es mir auch nicht erklären. Viele meiner Kollegen kommen von der gleichen Schule, haben nach den gleichen Ausbildungsinhalten Unterricht genossen, oder haben ähnlich viele Patienten oder noch mehr behandelt. Aber was zeichnet diese Praxis aus?
Wenn es nicht die Ausbildung oder das Wissen ist, muß es etwas anderes sein.
Ein Patient gab mir eine Erklärung:
„Wenn ich zu Euch in die Praxis komme, betrete ich eine andere Welt. Hier fühle ich mich geborgen. Meine Anliegen werden gehört und ernst genommen. Es entsteht nie der Eindruck, ich sei eine Diagnose oder eine Rechnungsnummer.“

Schon am Anfang meiner beruflichen Laufbahn fiel mir auf, dass Patienten während den Behandlungen anfangen zu erzählen. Anfangs ehr zurückhalten, dann immer mehr und oft intensiverten sich die Geschichten. Je nach Thema und behandlete Körperregion, zeigten sich dann unterschiedliche Spannungszustände im Gewebe. Fand die Behandlung in „offenen“ Kabinen, d.h. es konnte der „Nebenan“ mit hören, dann flachten die Gespräche ab. Waren wir in geschlossenen Räumen – waren wir alleine, so nahm die Intensität und der Gehalt der Gespräche wieder zu. Also war klar, sollte ich jemals eine eigene Praxis haben sollen, sind einzelne Behandlungszimmer obligatorisch.

Dies habe ich von Anfang an umgesetzt. Abgeschlossene Räume, angenehmes Klima und eine entspannte Atmosphäre. Das ist unser ständiges Bemühen. Regelmäßige Fortbildungen, und die Kombinationen einzelner Therapieansätze haben meinen Behandlungsstil stetig weiterentwickelt und verfeinert.
Dem Patienten mit seinen Anliegen widmen wir stetige Aufmerksamkeit. Behandlungsreaktionen, aktueller gesundlheitlicher Stand, zwischenzeitliche neu eingetretene Ereignisse aus Familie, Beruf und sozialem Umfeld werden bei Bedarf und Notwendigkeit mit in die Behandlung mit einbezogen. So gelingt es uns, unsere Patienten ein Stück weit, gemeinsam einen Weg nach vorne zu beschreiten.